14.Station

#72 stunden später

ein aufgebahrter leichnam

An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte, war ein Garten und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war. Wegen des Rüsttages der Juden und weil das Grab in der Nähe lag, setzten sie Jesus dort bei.

Joh 19, 41-42

Josef hüllt den Leichnam in ein sauberes Leinentuch, legt ihn in ein neues Felsengrab und schiebt einen großen Stein davor. Maria Magdalena und Maria, die Mutter Jesu, beobachten, wohin Josef den Leichnam bringt. Am Tag danach kommen die Hohenpriester und Pharisäer zu Pilatus und fordern Wachen für Jesu Grab. Sie erinnern an die Prophezeiung, dass Jesus nach drei Tagen auferstehen wird. Das Grab wird versiegelt und die Wächter davor postiert.

Zum Nachdenken

Jesus zeigt in den letzten Momenten seines Lebens in Angesicht des bevorstehenden Todes seine ganz menschliche Seite: Angst, Wut, Entsetzen, Hilflosigkeit – diese Emotionen zeigt Jesus. Nach dem Tod gibt es erste Glaubenszeugnisse, die von umstehenden Menschen abgelegt werden: „Wahrhaftig, das war Gottes Sohn.“ Und dennoch wissen viele in den ersten Stunden seines Todes nicht wie es weitergeht und wie sie sein Leben und Wirken beurteilen können bzw. sollen.

Wofür ist Jesus gestorben?

Was ist von seinem Wirken auch heute noch zu spüren?

für was sind manche menschen auch heute noch bereit, ihr leben einzusetzen?

Gebet und Lied

Jesus, du unser Bruder! Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben! Du bist für uns gestorben. Du hast Gottes Wort eingelöst, das eweige Leben verheißt. Das Opfer, das dir abverlangt wurde, will uns ein für alle Mal die Angst vor dem Tod nehmen und uns von allen Zwängen und Mächten des Bösen erlösen. Du bist Licht geworden für die Welt, in deinem Licht dürfen wir als Kinder Gottes leben in alle Ewigkeit.
Amen.

(Quelle: Gies, Wolfgang: „Großes Werkbuch Kreuzwegandachten. Gottesdienste, Ideen und Modelle“, 2014, Seite 117)

 

Lied: In der Mitte der Nacht („God for you(th)“ Nr.645 )